Reiseberichte

Schneetag auf dem Pizol 12.02.2022

Aus dem Schitag wurde ein Schneetag, denn die Schifahrerinnen waren bis auf Silvia alle verhindert.

Sie schloss sich dann den Fussgängerinnen Marianne, Annelies, Edith und Bea an. Wir hatten alle in Solvia`s Auto Platz und sie war eine sehr gute Chauffeuse, herzlichen Dank.

Wir fünf genossen einen strahlenden Wintertag auf dem Pizol. Nach der Znünipause auf der Furt gelangten wir dick eingepackt mit dem Sessellift zum Start des Panoramaweges auf über 2200Meter über Meer. Bei gemächlichem Auf und Ab gings von der Pizolhütte auf dem gut präparierten Winterwanderweg Richtung Laufböden. Wir blieben immer wieder stehen, um die grandiose Fernsicht zu geniessen und fotografieren.

Mit Hilfe der 360°- Panoramatafel uterwegs konnten wir viele der Berggipfel auch benennen.

Wir legten uns sogar in den unberührten Neuschnee vom Vortag und machten wunderschöne Engeli. (dieses Foto konnte ich leider nicht in die Galerie runterladen)

Den Weg zu verlassen, war aber nicht ratsam. Ein Versuch von Silvia endete schon wenige Schritte abseits knietief im Pulverschnee.

Die Mittagspause genossen wir Auf der Sonnenterrasse auf Laufböden und stärkten uns für den zweiten Teil der Rundwanderung. Diese war etwas anstrengender, denn die Sonne hatte den Schnee aufgeweicht und brachte uns sogar zum Schwitzen. Aber das gehört sich ja für einen Turnerausflug.

Bei der Pizolhütte ergatterten wir uns nochmals einen Platz an der Sonne und genehmigten uns ein feines Dessert. Bea und Silvia wagten sich noch auf die Schlittelpiste. Diese startete ganz schön Steil ins Ungewisse, entpuppte sich dann aber ungefährlich.

Die Schlittelfahrt wurde zu einem schönen Abschluss für diesen erlebnisreichen Tag mit den Turnkameradinnen.

 

                                                                Bea Niedermann

Turnfahrt vom 28./29. Aug. 2021 Göschenenalp

Endlich auf die Göscheneralp

 

Wegen Corona ist dieses Reise bei uns schon seit zweieinhalb Jahren im Gespräch.

Endlich konnte sie durchgeführt werden. Ausser im Zug spürten wir zum Glück nur wenig vom ganzen Maskenball.

 

Morgens um 06.10 Uhr trafen sich 14 Frauen am Bahnhof. Claudia und Heidi B. sind extra früh aufgestanden um uns zu verabschieden.

Die Bahnfahrt, vor allem ab Zürich, war mühsam, denn der Zug war überfüllt und trotz SMS mit Reservationsbestätigung fanden wir nicht alle auf Anhieb einen Sitzplatz. Ab Arth-Goldau klappte es dann und wir konnten endlich die feinen Bretzeli von Hildegard und den Prosecco von Heidi J. und Joly geniessen. Herzlichen Dank euch drei.

 

In Göschenen sahen wir uns eine Audioschau über den Bau des Gotthardtunnels an, der 1882 eröffnet wurde. Anschliessend gings durch den Stollen, der immer enger und niedriger wurde. Am Schluss mussten wir uns ganz klein machen. Aber soviel Sightseeing muss sein.

 

Im Weissen Rössli gönnten wir uns ein warmes Getränk, bevor Erika, Silvia, Rosi, Lydia, Maria, Maya, Und Moni die Wanderung durchs Göscheneralptal zum Berggasthaus Dammagletscher in Angriff nahmen. Hier der Bericht von Moni:

Nach dem Kafihalt schultern sieben Frauen die Rucksäcke und starten mit der Wanderung auf die Göscheneralp. Der Weg führt auf wunderschönen, gut begehbaren Wald-und Wiesenwegen bergan. Wir wandern zügig und geniessen die atemberaubende Natur. Nach gut 2 Stunden erreichen wir den Rastplatz Wiggen und sind froh, dass das Feuer im Grill bereits entzündet ist. Bald gesellen sich die restlichen Turnerinnen zu uns, und die erste Flasche Rotwein wird entkorkt. Viele Leckereien landen auf dem Grill.

 

Da der Wind recht zügig ist, beschliessen wir, die Wanderung bald fortzusetzten. Zwei Frauen verlassen uns hier, so dass die Tour zu fünft weiter geht. Die Etappe geht über Stock und Stein bergauf, doch wir setzen Schritt vor Schritt und pflückten gar noch Heidelbeeren.

 

Beim Zeltplatz Gwüest lassen wir uns mit einem feinen " Bergkafi" verwöhnen, in der Hoffnung, dass dieser uns bei der letzten Etappe unterstützt. Diese sieht vom Bänkli aus gar nicht so anstrengend aus.

Also, auf geht`s..... Zu viert nehmen wir den Schlussspurt unter die Wanderschuhe.

 

Die nicht so fitten Frauen warteten aufs Postauto und deckten sich mit der Zwischenzeit mit Servalas ein. Etwas Warmes zum Zmittag konnten wir bei dem kalten Wind gut gebrauchen. Es blieb auch noch Zeit, um durchs Dorf zu schlendern. An der Durchgangsstrasse fanden wir doch noch schöne Ecken.

In Abfrutt starteten auch wir mit unserer Wanderung. Gemächlich gings der Göschener Reuss entlang stetig leicht aufwärts zum Rastplatz Wiggen. Wir erfreuten uns an der schönen Natur und den vielen sprudelnden Bächen und Wasserfällen.

Beim Zmittag waren wir richtig froh ums wärmende Feuer. Der Rastplatz hatte sogar ein WC, auch ein Frosch hat sich dort eingemietet. Trotz kaltem Wind spielten wir Hosenabe, bis es wieder Zeit fürs Postauto war.

 

Diese Fahrt war recht abenteuerlich, immer wieder düdado. Wir waren froh, dass wir nicht selber am Steuer sassen. 

Links steil runter, rechts der Fels und dazwischen die schmale Strasse mit engen Tunnels und immer wieder Gegenverkehr. Wir kamen aber heil beim Berggasthaus Dammagletscher an. Die Zimmerverteilung klappte reibungslos und wir freunten uns über die schönen Doppelzimmer mit eigener Dusche. Mittlerweile sind wir anspruchsvoller geworden...

 

Vor dem Znacht erkundigen wir die Göscheneralp und schlenderten über den Staudamm. Leider verdeckten die tiefliegenden Wolken die Sicht auf die Gletscher grösstenteils.

Aber immerhin kam der Regen erst, als wir beim Apéro waren. Diesen hat Heidi Boltshauser gespendet, herzlichen Dank.

Zum Znacht genossen wir feine Älplermagronen und zur Krönung noch warme Beeren mit Vanilleeis.

Der Abend verbrachten wir wieder mit Hosenabe spielen. Mit der Zeit konnten wir uns auch auf gemeinsame Regeln einigen. Die müssen wir vereinsintern mal schriftlich festhalten. Sonst gibt`s irgendwann noch richtig Krach um den Sieg.

 

Am Sonntagmorgen erwartete uns ein feines Zmorgenbuffet. Das Wetter zeigte sich leider noch nicht von der besseren Seite. Die Berggipfel schauten jeweils nur kurz aus den Wolken. Waren aber mit Neuschnee überzuckert.

Niemand hatte Lust auf eine Wanderung im Nebel. Drum änderten wir spontan unseren Plan und fuhren alle gemeinsam mit dem Postauto nach Göschenen hinunter. Wir hatten einen tollen Chauffeur. Er nahm die Wanderinnen sogar mit bis zum Depot, was uns rund 500 Meter Weg ersparte. Von da machten wir uns zu Fuss auf nach Andermatt. Der Weg durch die Schöllenenschlucht war wie eine Geschichtsstunde, wir haben beinahe 1000 Jahre Verkehrsgeschichte erwandert. Die Teufesbrücke verschwand fast im Nebel, dies passte gut zur Sage mit dem Teufel und dem Geissbock.

In Andermatt trafen wir wieder auf die restlichen Turnerinnen, welche die Schlucht per Postauto bezwangen. Wir hatten viel Zeit, das schmucke Bergdorf zu erkunden, für einen Apéro im Hotel Chedi, einen feinen Zmittag und zum Lädele. Da wir alle im gleichen Laden fündig wurden, wird die Verkäuferin unseren Verein in guter Erinnerung behalten.

 

Auf der Heimreise klappte es dann mit der Platzreservation, dafür trafen wir wegen einer technischen Störung verspätet in Zürich einen und verpassten unseren Anschluss. so fuhren wir ohne zu fragen über Kreuzlingen statt Schaffhausen. Der blutjunge Kondukteur hat`s nicht mal gemerkt!

Soviel Geografie lernen die heutzutage.

Joly und Hildegard haben schon eine Idee für die nächste Turnfahrt und bekamen von Bea das Güüügeli.

Da auch Lydia schon einen Plan hat, gibt`s wohl an der GV eine Kampfabstimmung über das nächste Reiseziel.

 

In Ermatingen haben uns viele Männer und Hunde erwartet und erst jetzt mussten wir durch den Regen nach Hause laufen.

 

Bea und Moni

Vereinsreise

5. September 2020

Barfuss am Nollen, statt im Massenlager auf der Göscheneralp

 

Dank Corona konnten wir trotz Turnfahrt ausschlafen. denn statt auf die Göscheneralp führte der diesjährige Ausflug auf den Nollen. Um 10 Uhr trafen wir uns beim Postplatz und fuhren dann mit den Autos nach Wuppenau. 

Alex wollte direkt kommen. Erst mal warteten wir ganz entspannt, denn wir waren etwas früh dran. Doch die Ungeduld wurde immer grösser, bis Rosi per Telefon nachfragte.

Und da war Alex total überrascht: Scheisse, unseren Ausflug hab ich total vergessen!

Aber Alex, 18 Frauen einfach am Strassenrand stehen lassen....

 

Der Barfussweg war eine Wohltat für unsere Füsse: Kneippen im kühlen Wasser und im knietiefen Schlamm, sich mit geschlossenen Augen über Korkzapfen, geschliffene Glasscherben, Kie, Eisengitter,....wagen.

Nicht nur Schulklassen, auch wir gestandene Turnerinnen hatten viel Spass dabei.

Für diejenigen, die selten barfuss laufen, wurde es mit der Zeit immer herausfordernder. Doch alle haben bis zur Fusswaschstation durchgehalten. Unsere Füsse fühlten sich noch lange ganz warm und wohlig an.

 

Beim Oldie-Gaden auf dem Welfensberg verbrachten wir ein paar gemütliche Stunden. Mit einem feinen Zvieri-Plättli stillten wir unseren Hunger und zum Kaffee liessen wir uns noch Cremeschnitten schmecken. Alex, die später mit dem Bike doch noch zu uns stiess, übernahm als Widergutmachung alle Getränke. Vielen Dank, und du kannst uns wieder mal etwas warten lassen.

 

Anschliessend spazierten wir über den Panoramaweg zurück zu unseren Autos. Erstaunlich, dass viele von uns noch nie in diesem Teil des Thurgaus zu Fuss unterwegs waren.

Alle genossen das Beisammensein, das uns in letzter Zeit doch gefehlt hat. 

Dieser Ausflug stand ganz unter dem Motto: sich freuen über das, was möglich war.

Bea Niedermann

Herzlichen Dank Bea, für den tollen Ausflug.

Turnfahrt 2019

7.+8. September

Solothurn im Zeichen von Natur,Mystik und Barock

 

Eine grosse Gruppe von 24 Frauen trafen sich am Samstagmorgen um 06.40 Uhr am Bahnhof. Via Schaffhausen und Zürich fuhren wir nach Solothurn. Dank Erika Michel altbewährtem Güügeli fanden immer alle den richtigen Zug. Unterwegs wurden wir mit Brezeli und Champagner verwöhnt, herzlichen Dank an Joly und Hildegard.

 

Nachdem wir unser Gepäck in der Jugi deponiert hatten, schlenderten wir gruppenweise durch die Innenstadt. Einige besuchten den grossen Wochenmarkt, andere stiegen auf den Kirchturm oder genossen einen Znünikafi.

 

Danach fuhren wir gemeinsam mit dem Zug zur Talstation der Weissenstein Bahn. 9 Frauen erklommen den Solothurner Hausberg zu Fuss, immerhin mehr als 500 Höhenmeter waren zu bewältigen. Die anderen erreichten den Gipfel bequem mit dem Gondeli, machten dann einen Spaziergang auf der Jurahöhe.

Die meisten stärkten sich anschliessend im Restaurant Sennhaus mit einer feinen Suppe oder Dessert. In Erinnerung bleibt vor allem die riesige Portion Meringue mit Rahm und Glace, die alleine kaum zu bewältigen war.

Bis zur Talfahrt blieb genügend Zeit, die Aussicht zu geniessen. Trotz sehr schlechter Wetterprognosen sahen wir das ganze Aaretal und das Dreiseenland und erfreuten uns an der schönen Natur.

 

Zurück in der Stadt blieb Zeit für ein Nickerechen oder einen Apero, sogar im Freien bei Sonnenschein. Zum Abendessen trafen wir uns im geschichtsträchtigen Zunfthaus zum Wirthen und genossen ein traditionelles Schweizer Dreigangmenü mit feinem Salat, einer hausgemachten Gemüseboullion und Fleischvögel mit Härdöpfelstock und Mischgemüse, alles sehr schmachhaft zubereitet. Zum Schluss durften wir auch noch ein warmes Schoggichüechli probieren.

 

Nach dem essen beobachtenen wir die Teilnehmenden des Light Run. Aus sportlicher Sicht hätten wir da gut mithalten können, aber vom Alter her wären wir total abgefallen. Zum Zuschauen wars aber lustig und unterhaltsam.

 

Vor dem Schlafengehen schlenderten die meisten nochmals der Aare entlang und genehmigten sich einen Schlummertrunk in einem der vielen Beizli. Kaum zu glauben, aber spätestens um Mitternacht lagen alle in ihren Betten. Werden wir langsam alt?!?

 

Der Sonntag begann mit einem sehr feinen Zmorgen. Nur für den Kaffee musste man lange anstehen, wurde dann aber mit einem sehr feinen und sehr heissen Getränk belohnt.

 

Der Vormittag verbrachten wir in der Verenaschlucht. Die Einsiedelei und diversen Kirchli in der mystischen Umgebung liessen niemand unberührt.

Wir trafen sogar den Einsiedler an, der zeitweise dort lebt. Obwohl der Himmel mit dunkelgrauen Wolken verhangen war, blieben wir auch dort trocken.

Zu Fuss oder mit dem ÖV gings wieder zurück indie Innenstadt. Einige schauten sich noch den bekannten Marmoraltar und -Taufstein in der Kathedrale an, andere bestiegen den Turm und brachten dabei die Turmwäterin gehörig ins Schnaufen. Ungefähr die Hälfte unserer Gruppe gönnte sich in der Pizzeria zum grünen Eck feine Pizza und Pasta. Chapeau, wie wir vom charmanten Kellner und seinem Team auch unangemeldet verwöhnt wurden.

 

Um 14 Uhr trafen wir uns zu einer Stadtführung. Marie-Christine Egger führte uns als Dienstmädchen durch das barocke Solothurn. Zwei Stunden lang fesselte sie uns mit ihren Geschichten aus der Barockzeit, führte uns in die Fächersprache ein, lehrte uns den vereinfachten Minuet-Tanzschritt und wie wir anständig dastehen und dem Ambassador und seinen vielen Frauen standgemäss die Ehr erweisen sollen.

Unglaublich, was sie uns alles erzählte. Wer will sich für einen Ballbesuch schon eine Taille auf 33cm einschnüren lassen oder eine 90cm hohe Perücke auf dem Kopf balancieren. Ich nehme auch lieber ein lebensgefähliches Bad in Kauf, als dass ich meine Flöhe und Läuse in einem Flohei sammeln muss und wegen des Gestanks meines Liebhabers während der Hochzeitsnacht in Ohnmacht falle. Uterwegs zeigte sie uns auch das riesige Zeughaus und die bekannte Uhr am roten Turm in Solheure sur l`Aar. Im Palais Besenval machten wir Pause. Dank der Grosszügigkeit von Heidi Boltshauser konnten wir uns sogar das teure schwarze Modegetränk leisten. Wir nahmen damit in Kauf, dass wir uns entwässerten anstatt auf den Rat unseres Dienstmädchens zu hören und unsere Körpersäfte mit gesundem Wein oder einer heissen Schokolade aufzufrischen. Ganz zuletzt mussten wir dann doch noch unsere Schirme aufspannen und die Regenjacke auspacken.

 

Wohlbehalten aber müde kehrten wir mit dem Zug nach Ermatingen zurück,wo wir von unserer treuen Heidi Boltshauser empfangen wurden und uns bei ihr persönlich für die gespendeten Getränke bedanken konnten.

 

Ein riesiges Dankeschön geht an Erika Michel und Hildegard Honauer für diese abwechslungsreiche Wochenende in Solothurn. Auch diese Reise habt ihr wieder toll organisiert.

 

Das Güügeli ist schon bei den Organisatoren für die Turnfahrt 2020.

Turnfahrt 2018

Ins Berner Oberland

08.+09.September

 

Frauenturnverein Ermatingen in der Jungfrauregion

 

Vor der Abfahrt machten wir ein erstes Gruppenfoto am Bahnhof Ermatingen - Fotograf war der Dorfpolizist, getreu dem Motto: Die Polizei - Dein Freund und Helfer.

 

22 wohlgelaunte Frauen bestiegen den Zug. Erika hat sich extra ein Güügeli gekauft, mit dem sie sich Gehör verschaffte, wenns nötig war. erstmal übten wir uns im Umsteigen. In Zürich war die Zeit knapp und Moni, Dora, Ruth, Nadia und Maria stiegen aus Angst, der Zug fahre ohne sie ab, so rasch als möglich ein. Im überfüllten Zug gab`s kein Durchkommen und sie mussten sich mit einem Sitzplatz auf dem Boden im Gang begnügen. Die restlichen Turnerinnen liessen sich nicht beirren und fanden rechtzeitig das reservierte Abteil im vorderster Wagen. Dort stiessen sie traditionell mit Champagner auf eine gelungene Turnfahrt an.

Beim umsteigen in Bern fanden sich dann alle wieder. Eine Schrecksekunde gab`s bei der Ankunft in Lauterbrunnen. Eine dumme Kuh auf dem Gleis, vermutlich zweibeinig, verursachte ein brüskes Bremsmanöver und Bea und Hildegard wurden buchstäblich durch den Zug geschleudert. Auch Bernadette krachte mit dem Arm an die Wand. Zum Glück gab`s keine ernsthaften Verletzungen.

 

Für die Gondelfahrt auf die Grütschalp mussten wir uns erstmal anstellen. Unsere Geduld wurde mit einem phänomenalen Panorama belohnt. Auf der kurzen Wanderung zur Winteregg lachten uns Eiger, Mönch und Jungfrau bei schönstem Sonnenschein entgegen und wir konnten aus der Ferne die Strecke der Lauberhornabfahrt erkennen. Zum Mittagessen in der Gartenwirtschaft gab`s dann sogar ein Guggenkonzert der Bödeli Rasselbande Interlaken. Nach einer weiteren kurzen Wanderung, oder war`s nur ein Verdauungsspaziergang, erreichten wir Mürren. Dabei gab`s wieder eine Schrecksekunde, weil Miriam gestolpert ist. Zum Glück ist auch diesmal nicht viel passiert.

 

In zwei Etappen überwanden wir mit der Seilbahn in kurzer Zeit mehr als 1300 Höhenmeter. Auf dem Schilthorn genossen wir inmitten von Touristen aus aller Welt das 360 Grad Panorama und die Ausstellung zum Bond - Film.In der dünnen Luft auf 2970 Meter kamen wir schon bei der kleinsten Steigung gehörig ins Schnaufen. Wir amüsierten uns über die vielen Asiaten, die auf dem Gipfel herumhetzten und überall drängelten. Ganz schweizerisch liessen wir uns viel Zeit, um mit Hilfe der Panoramakarten die unzähligen Gipfel zu bestimmen.

 

Auf der Talfahrt wagten sich die meisten von uns bei der Station Birg auf den Thrill Walk. Entlang den senkrechten Felswänden führt dieser über Gitter, Drahtseile, Glasböden, Netzt usw,. immer gut gesichert aber trotzdem Nervenkitzel pur. Die nicht ganz so mutigen konnten auf der Glasbodenterrasse über dem felsigen Abgrund die Aussicht ins Bodenlose geniessen.

 

Vor dem Nachtessen bestellten wir auf der Terrasse beim Hotel Alpenruh einen Apero. Aber hoppla, der Hochsommer ist vorbei. Kaum war die Sonne weg, begannen wir trotz Schaffellen zu frieren und ein warmer Tee wäre gefragter gewesen als der Aperol mit sehr viel Eis.

 

Währenddessen wollten Marlen, Nadia und Lilo auf einen Stadt- ä Mürren bummel begeben. Die Läden waren bereits geschlossen und es blieb beim Schaufensterbummel. Doch auch das ist nicht ganz ungefährlich, wieder eine Schrecksekunde, gell Marlen.

 

Eine kurze Katzenwäsche und schon war`s Zeit für`s Nachtessen mit Salat vom Buffet, Kartoffelstock mit Geschnetzeltem und Dessert. Anschliessend wurde je nach Lust und Laune Hosenabe und Hornochs gespielt oder der Ausgang genossen. Viel los war aber nicht im autofreien Mürren.

 

Der Sonntag begann mit dem Frühstück vom abwechslungsreichen Buffet.

Dann packten wir unsere Sachen und fuhren mit der Luftseilbahn hinunter nach Stechelberg. Entlang der weissen Lütschine wanderten wir zu den Trümmelbachfälle. Ein Tunnellift führte uns zu den 10 Wasserfällen im Berginnern., die über Treppen und Stege zugänglich sind. Sehr eindrücklich, und von der UNESCO wohl zu Recht zum Weltnaturerbe erklärt. Im dazugehörigen Gartenrestaurant stilten wir unseren Durst. Einzig die gesalzenen Preise gefielen uns nicht.

 

Beim Weiterwandern passierten wir noch einige der 72 Wasserfälle im Lauterbrunnental. Rosi, Silvia, Alex, und Bea stiegen auch noch zu den Staubbachfällen hoch. Die anderen genossen einen Apero. Apero ist immer gut, gell Ruth. Auf der Terrasse des Hotel Oberland in Lauterbrunnen assen wir Rösti und Geschnetzeltes und freuten uns immer noch über die Sonne und die ungetrübte Fernsicht.

 

Diese begleitete uns auch auf der Heimreise. In Bern haben wir beim Umsteigen Lilo verloren, sie wurde dann eine ganze Stunde lang von der singenden Männerriege Berg unterhalten. In Zürich klappte es dann endlich: mit Marlen und der hocherhobenen Thurgauerfahne voraus haben wir alle den richtigen Wagen im Zug nach Schaffhausen gefunden. Mit Schwatzen und Spielen verbrachten wir die Zeit bis Ermatingen, wo viele von ihren Männern abgeholt wurden.

 

Hildegard und Erika Michel, das habt ihr super gemacht. Diese Reise ins Berner Oberland war sehr abwechslungsreich und eindrücklich.

Vielen Dank für die Organisation.

 

Der Schreiberling         Bea Niedermann

 

 

Turnfestberichte

Eidg. Turnfest in Aarau 2019

22./23. Juni 2019

 

18 Frauen reisten am Samstagmorgen mit den Zug nach Aarau. Da Annemarie verletzt war,kam Lydia zum Einsatz. Susy,Jolanda und Sonja begleiteten uns als Schlachtenbummlerinnen.

 

Nach der Ankunft in Aarau fuhren wir als erstes zu unserem Hotel. Ohne Gepäck machten wir uns dann auf  zum eigentlichen Fest. Am Samstagmorgen schauten wir uns den Umzug in der Innenstadt an. Wirklich toll, was da alles gezeigt wurde. Auch der Thurgau war vertreten, mit einer Gruppe wilder Mannen aus Berg.

Am Nachmittag waren wir gruppenweise auf dem Festgelände unterwegs. Ich bin immer wieder beeindruckt von all den Wettkampf-Vorführungen. Unglaublich, was motivierte Turnerinnen und Turner alles auf die Beine stellen. Da steckten Milionen von Trainingsstunden dahinter, und das alles in der Freizeit.

Abends besuchten wir die Turnfestshow " Follow our Passion". Auch diese hat uns fasziniert. Ob grosse Gruppen oder Einzelpersonen, alle haben eine super Show gezeigt.

 

Beim Frühstück haben wir dann erfahren, dass Moni und Lydia die Nacht im gleichen Bett verbracht haben. Denn als sie kurz vor Mitternacht ihr Zimmer zum ersten Mal betraten, fanden sie nur ein Bett vor, zum Glück etwas mehr als 90 Zentimeter breit. Die zwei haben es mit Humor genommen, Chapeau.

 

Jetzt war er da, unser grosser Auftritt. Mehr oder weniger nervös machten wir uns auf zum Stadion im Brügglifeld. Zum Glück haben wir schon bei der Hauptprobe den anderen Gruppen zugeschaut, denn heute hatten wir dazu keine Gelegenheit mehr. Wir mussten vor dem Stadion bereitstehen und warten bis zu unserem Auftritt.

Und dann war alles unglaublich rasch vorbei. Da kam sogar etwas Wehmut auf.

Es war ein tolles Erlebnis, das miteinander stand im Zetrum und doch war jede und jeder wichtig für das Gelingen der gesamten Schlussshow.

Wer weiss, vielleicht wars doch noch nicht unser letztes aktives Turnfest. Nächste Gelegenheit  Lausanne 2025!!!

In Ermatingen wurde die Turnerfamilie mit Pauken und Trompeten am Bahnhof empfangen.

 

Bea Niedermann

TG Kantonalturnfest Romanshorn

01. Juli 2018

 

Gefühlt schon vor ewigen Zeiten kam Moni mit dem Vorschlag, an der Schlussvorführung in der Grossgruppe mitzumachen. Diese Herausforderung nahmen 16 von uns an. Lilo und Moni besuchten den ersten Infokurs und anfangs 2017 starteten wir mit den ersten Schrittübungen.

 

Step touch, Scoop, Grapevine, Mambo, Pivot - Turn, o je...isch da chinesisch oder afrikanisch?

Nein, mittlerweile wissen wir damit alle etwas anzufangen und bringen diese Aerobicschritte auch einigermassen im Takt auf den Rasen. Aber dies hat uns viel Zeit, Schweiss und Nerven gekostet, und ich persönlich hab mich anfangs gefragt, was ich mir da angetan habe.

Als erstes übten wir nur die einzelnen Schritte, dann kam unser Handgerät, der Ring, dazu und wir versuchten uns mit der zusammenhängenden Choreografie. Dann kam 1. Zusammenzug in Märstetten, um mit der Grossgruppe zu üben. Aber was heisst üben, wir brauchten anfangs vor allem viel Geduld, bis jede Turnerin und jeder Turner ihren Platz auf dem Feld gefunden hatte.

Stundenlanges Üben in der wöchentlichen Turnstunden und zuhause im stillen Kämmerlein brauchte es, bis wir alle die Choreografie einigermassen beherrschten. Dazu kamen mehrere Trainings in der Grossgruppe. Mal war`s in der Halle eikalt, mal konnten wir uns kaum vor der sengenden Sonne auf dem Sportplatz schützen. Die Anweisungen vom Leiterteam des TGTV wurden immer ausgefeilter.

Und dann im Mai auf dem Fussballplatz in Weinfelden glaubten wir zum ersten Mal so richtigdaran, dass diese Aufführung ein Erfolg wird.

 

Endlich war er da, der 1. Juli. Morgens um 9 Uhr trafen wir uns am Bahnhof. Haben alle ihre Tenü und den Ring dabei? Also los nach Romanshorn. Bis zum Mittag blieb noch Zeit, anderen Vereinen bei ihren Vorführungen zuzuschauen. Grandios, was die Turnerinnen und Turner, alles ganz normale Leute wie wir und keine Profis, alles hinkriegen. So ein Turnfest ist die reinste Augenweide, das Publikum war begeistert.

Noch am gleichen Tag haben wir beschlossen, dass wir nächstes Jahr am Eidgenössischen Turnfest in Aarau wieder mitmachen werden.

 

Ein riesiges Dankeschön an Moni und Lilo für ihre Geduld mit und Gstabis und natürlich auch an Claudia, die mit dem OK für das Kantonalturnfest einen Rieseneffort geleistet hat.

 

Ermatingen, im Juli       Schreiberling  Bea Niedermann

Foto der Woche

Machen wir in der nächsten Turnstunde!